Ersatzneubau der Dunckerbrücke

Visualisierung des Ersatzneubaus der Dunckerbrücke, Vogelperspektive in Richtung Südosten

Visualisierung des Ersatzneubaus der Dunckerbrücke, Vogelperspektive in Richtung Südosten

Aktuelles

Vollsperrung und Neubau der Dunckerbrücke ab dem 01.04.2026

Die bestehende, in den 1970er Jahren hergestellte Brücke weist erhebliche Schäden aus spannungsriss-korrosionsgefährdeten Spannbetonfertigteilen an der Tragkonstruktion auf, die die Planung und Umsetzung eines Ersatzneubaus erforderlich machen. Der Zustand des Bauwerkes begründet auch die derzeit bestehenden verkehrlichen Einschränkungen.

Ausführungsphase
Die Dunckerbrücke befindet sich im Stadtbezirk Pankow, Ortsteil Prenzlauer Berg und überführt die Dunckerstraße über zwei S-Bahn und zwei Fernbahngleise der DB AG. Sie ist Bestandteil des untergeordneten Straßennetzes und dient im Zuge der Dunckerstraße der Verbindung zum angrenzenden Straßennetz.

Die Dunckerbrücke wurde 1926 als Stahlkonstruktion erbaut. 1976 erfolgte der Ersatzneubau als Fertigteilbrücke vom Typ BT 70, die eine weitverbreitete Standardbauweise für Straßenbrücken in dieser Zeit darstellte. Dieser Brückentyp besteht aus mehreren Spannbetonfertigteilträgern, die als Überbau der Brücke nebeneinandergelegt wurden und durch eine oberhalb verbindende Ortbetonplatte ergänzt bzw. verbunden wurden. In den Spannbetonfertigteilbrücken wurde Henningsdorfer Spannstahl verbaut. Diese Spannstahldrähte sind als spannungsrisskorrosionsgefährdet einzustufen.

Das Bauwerk liegt in einem dicht bebauten Gebiet zwischen den denkmalgeschützten Schulgebäuden des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums und des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums.

Der schlechte Bauzustand erfordert den Rückbau des bestehenden Bauwerks und einen Ersatzneubau der Dunckerbrücke.

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Das Vorhaben

Das vorhandene dreifeldrige Brückenbauwerk wird durch ein stützenfreies Rahmenbauwerk ersetzt.

Ansicht neue Dunckerbrücke, Blick in Richtung Osten

Ansicht neue Dunckerbrücke, Blick in Richtung Osten

Der Überbau setzt sich aus zehn Spannbetonfertigteilträgern zusammen. Diese werden biegesteif mit dem Widerlager verbunden. Die Fertigteile werden im Betonwerk als vorgespannten Plattenbalken gefertigt. Nach dem Verlegen der Träger vor Ort wird die Fahrbahnplatte durch Ortbeton ergänzt und die Rahmenecke hergestellt.

Die Unterbauten werden als Kastenwiderlager ausgeführt und flach gegründet.

Isometrie des neuen Brückenbauwerkes einschließlich der angrenzenden Stützwände

Isometrie des neuen Brückenbauwerkes einschließlich der angrenzenden Stützwände

Im Zuge des Ersatzneubaus der Dunckerbrücke werden auch die unmittelbar an das Brückenbauwerk angrenzenden Stützwände erneuert.

Im Bestand weisen beide Gehwege auf der Brücke eine Breite von jeweils ca. 5,0 m auf. Auf der neuen Dunckerbrücke wird der Gehweg auf der Ostseite ebenfalls mit einer Breite von ca. 5,0 m hergestellt. Der Gehweg auf der Westseite wird hingegen auf ca. 7,5 m verbreitert. Im Zuge dessen entfällt der Parkstreifen auf der Westseite der Brücke.

Die Dunckerstraße erhält zwischen der Ahlbecker Straße und der Kanzowstraße neue Fahrbahn- und Gehwegbeläge.

Der Bau

Voraussichtliche Bauzeit: 2. Quartal 2026 bis 3. Quartal 2028

Vorbereitende Arbeiten

  • Baustelle einrichten
  • Leitungsbauarbeiten
  • Herstellung Gebäudeunterfangungen
  • Verbauträger einbringen

Bauphase 1

  • Rückbau der Randfelder der Bestandsbrücke
  • Bodenaushub und Herstellung der Verbauten

Bauphase 2

  • Herstellung der Kastenwiderlager
  • Einbau Boden in den Hinterfüllbereichen

Bauphase 3

  • Rückbau des Mittelfeldes der Bestandsbrücke
  • Einbau der Spannbetonfertigteilträger für den neuen Überbau

Bauphase 4

  • Einbau der Ortbetonergänzung für den Überbau
  • Fertigstellung des Rohbaus der Brücke
  • Einrichtung einer provisorischen Fußgängerführung über den Rohbau der Brücke

Bauphase 5

  • Ziehen der Verbauträger
  • Leitungsbauarbeiten

Bauphase 6

  • Rückbau vorhandene Pfeilerscheiben der alten Brücke
  • Einbau Schleppplatten
  • Herstellung Dienstwege, Böschungstreppen und Zaunanlagen

Bauphase 7

  • Straßenbauarbeiten
  • Restarbeiten am neuen Brückenbauwerk
  • Rückbau Baustelleneinrichtung

Verkehrsführung

Aufgrund von Schäden an den Bauteilen der Straßenbrücke, wurde das Bauwerk bereits im Jahr 2017 mit einer Gewichtsbeschränkung von 12 Tonnen versehen.

Im Dezember 2025 mussten zunächst die Parkmöglichkeiten auf der Dunckerbrücke eingeschränkt werden. Dies geht auf die Feststellung von Schadenserweiterungen am Bestandsbauwerk im Zuge der Bauwerksprüfung am 20.11.2025 zurück. Es handelte sich um eine verkehrsrechtliche Maßnahme zur Entlastung der Brücke.

Der Rückbau und Ersatzneubau wird im Rahmen einer Vollsperrung der Dunckerstraße zwischen der Ahlbecker Straße und der Kanzowstraße erfolgen. Dies ist bedingt durch die nur begrenzt zur Verfügung stehenden Sperrpausen der hochfrequentierten S- und Fernbahngleise in den Jahren 2026/27/28 in Verbindung mit der zunehmenden Verschlechterung des Bauwerkszustands der Bestandsbrücke.

Die Umleitung des Fußverkehrs erfolgt über Ahlbecker Straße – Prenzlauer Allee – Kanzowstraße. Die Umleitung des Radverkehrs erfolgt über die Stargarder Straße – Pappelallee – Wichertstraße.

Der Fuß- und Radverkehr wird dann schnellstmöglich bauzeitlich über den Rohbau des neuen Brückenbauwerkes geführt werden. Dies wird voraussichtlich bereits im 3. Quartal 2027 möglich sein. Die Zugänglichkeit zu den angrenzenden Schul- und Wohngebäuden sowie dem Dunckerclub wird während der gesamten Bauzeit sichergestellt werden.

Der Bahnverkehr wird weitestgehend während der gesamten Baumaßnahme aufrechterhalten bleiben.

  • Sperrung Dunckerbrücke: Darstellung Baustellenbereich und Zuwegung Anwohnerbereiche

    PDF-Dokument (2.3 MB)

  • Sperrung Dunckerbrücke: Umleitungsplan für den Rad- und Fußverkehr

    PDF-Dokument (3.5 MB)

  • Sperrung Dunckerbrücke: Umleitungsplan Kfz-Verkehr

    PDF-Dokument (4.2 MB)

Zahlen und Daten

Bauwerksdaten zum Bestandsbauwerk

  • Baujahr

    1976

  • Konstruktion

    Plattenbrücke aus Spannbetonfertigteilträgern auf Widerlagern und Pfeilerscheiben aus Stahlbeton

  • Gesamtlänge

    42,20 m

  • Breite

    22,50 m

  • Stützweiten (3 Felder)

    10,60 m – 21,00 m – 10,60 m

Bauwerksdaten zum Ersatzneubau

  • Gesamtlänge

    26,05 m

  • Stützweite

    26,05 m

  • Lichte Weite zwischen den Widerlagern

    24,00 m

  • Breite zwischen den Geländern

    21,88 m

  • Gesamtbreite

    22,50 m

  • Kleinste lichte Höhe

    5,775 m

  • Kreuzungswinkel

    85,08 gon

  • Bauhöhe

    1,05 m – 1,20 m

  • Brückenfläche

    570 m²

  • Bauart Überbau

    Spannbetonfertigteilträger

  • Tragfähigkeit

    LM 1 nach DIN EN 1991-2/NA

  • Entwurfsgeschwindigkeit

    50 km/h

Kontakt

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
Abteilung Tiefbau
Bereich Brücken / Ingenieurbau