Fragen und Antworten

Ergänzende Informationen zur energetischen Quartiersentwicklung und häufig gestellte Fragen finden Sie hier.

Energetische Quartiersentwicklung

  • Was gilt als ein „Quartier“?

    Grundsätzlich kann jedes räumlich zusammenhängende bebaute Gebiet, das mehr als ein Gebäude und die umgebende Infrastruktur umfasst, als Quartier bezeichnet werden. Die Kriterien für die Auswahl und genaue Abgrenzung eines Quartiers sind im Einzelfall zu prüfen. Dabei kann die Servicestelle unterstützen. Zu berücksichtigen sind beispielsweise die städtebaulichen Strukturen, der Sanierungszustand der Gebäude, die Eigentümerstruktur, die bestehende Energieinfrastruktur sowie die Verkehrssituation.

  • Was ist ein integriertes energetisches Quartierskonzept?

    Ein energetisches Quartierskonzept ist ein zentrales Instrument zur Steuerung langfristig angelegter Modernisierungsprozesse innerhalb eines abgegrenzten Stadtgebietes. Entsprechend ist bei der Erstellung eines Quartierskonzepts eine Vielzahl von Akteuren beteiligt.
    Als informelles Planungsinstrument zeigt es energie- und klimaschutzbezogene Stärken, Schwächen und Potenziale des Quartiers auf. Die Ergebnisse münden in Handlungsstrategien, die Maßnahmen zur energieeffizienten Entwicklung des Gebäudebestandes mit klimagerechter Mobilität sowie Grün- und Freiraumentwicklung verknüpfen. Dadurch eröffnen energetische Quartierskonzepte vielfältige Möglichkeiten, nachhaltige Stadtentwicklungsmaßnahmen voranzubringen.

  • Welche Mehrwerte entstehen bei der Entwicklung einer integrierten energetischen Quartiersstrategie?

    Energetische Planungen auf Quartiere auszudehnen, bietet viele Vorteile. Im Quartierskontext ist beispielsweise sowohl das Erschließen neuer Potenziale für eine klimafreundliche zentrale Wärmeversorgung als auch die Entwicklung dezentraler Wärmekonzepte möglich. Die Integration von regenerativen Energieträgern oder die Nutzung überschüssiger Abwärme im Quartier unterstützt die Realisierung klimafreundlicher Wärmenetze in besonderem Maße.

    Wenn es um gestaltprägende Veränderungen von Gebäuden oder Straßenzügen aufgrund energetischer Maßnahmen geht, ist die Einbindung in ein Gesamtkonzept besonders wichtig. Eine sorgfältige baukulturelle Gestaltung von Gebäuden und Freiräumen sichert das Stadtbild und kann zugleich Akzente zur Weiterentwicklung gewachsener Quartiere setzen. Die Einbeziehung der Bewohnerinnen und Bewohner in den Planungsprozess ist hierbei essenziell.

Kontakt

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
Referat Klimaschutz und Klimaanpassung

Larissa Euteneuer