Senatorin Cansel Kiziltepe zum Internationalen Tag der Romn*ja: „Wir müssen eine Gesellschaft schaffen, die Vielfalt respektiert.“

Pressemitteilung vom 07.04.2026

Am 8. April, dem Internationalen Tag der Rom*nja, wird weltweit an den unermüdlichen Kampf der Rom*nja für Würde, Gleichberechtigung und Anerkennung erinnert.

Auch in Berlin ist Antiziganismus nach wie vor ein großes gesellschaftliches Problem. Die Studie Berlin-Monitor 2025 zeigt, dass antiziganistische Einstellungen in Berlin weit verbreitet sind: 25 bis 30 Prozent der Befragten stimmten stereotypen, abwertenden und ablehnenden Aussagen bezogen auf Rom*nja und Sinti*zze zu. Im Alltag der betroffenen Menschen heißt das konkret: Anfeindungen auf der Straße, Ausgrenzung und Diskriminierung in der Schule, im Beruf, bei Behörden. Die Zahl antiziganistischer Vorfälle, die von der Berliner Dokumentationsstelle Antiziganismus erfasst werden, steigt seit Jahren.

Senatorin Cansel Kızıltepe: „Jeden Tag werden Rom*nja und Sinti*zze diskriminiert und ausgegrenzt. Das passiert auch in Berlin. Aber wir nehmen das nicht hin. Der Berliner Senat setzt zahlreiche Maßnahmen zur Bekämpfung von Antiziganismus und Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze um. Wir setzen uns ein für eine gleichberechtigte Teilhabe dieser Minderheit, das geschieht in enger Zusammenarbeit mit den zivilgesellschaftlichen Selbstorganisationen. Gemeinsam können wir eine Gesellschaft schaffen, in der Vielfalt respektiert und Antiziganismus gegen Rom*nja und Sinti*zze überwunden wird; hin zu einer Gesellschaft, die Vielfalt respektiert und Rassismus jeder Art bekämpft.“

Roman Herzberg, Mitglied des Beirates für die Angelegenheiten von Rom*nja und Sinti*zze (bis 2026): „Der Internationale Tag der Romn*ja ist ein Tag des Stolzes. Wir sind Menschen mit Würde und mit Geschichten. Unser Platz ist hier, gleichwertig neben allen anderen. Wir wünschen uns eine Zukunft voller Respekt und ohne Ausgrenzung.“

Auch dieses Jahr wird am 8. April die Roma-Flagge vor Rathäusern in den Bezirken gehisst.
  • Rathaus Charlottenburg: Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin
  • Rathaus Köpenick: Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin
  • Rathaus Pankow: Breite Str. 24a-26, 13187 Berlin
  • Rathaus Spandau: Carl-Schurz-Str. 2/6, 13597 Berlin
In diesen Bezirken gibt es am 8. April neben den Flaggenhissungen auch Veranstaltungen und Ansprachen: 8:30 Uhr | Rathaus Schöneberg: John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825 Berlin
  • angekündigt: Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann, Vertreter*innen des Beirats für Partizipation und Integration und Ansprechperson des Landes Berlin zu Antiziganismus Alina Voinea
    9:30 Uhr | Rathaus Mitte: Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin
  • angekündigt: Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit Christoph Keller und Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen Christopher Schriner
    10 Uhr | Rathaus Friedrichshain: Frankfurter Allee 35/37, 10247 Berlin
  • angekündigt: Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit Max Kindler
    10 Uhr | Rathaus Reinickendorf: Eichborndamm 215, 13437 Berlin
  • angekündigt: Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner
    10 Uhr | Rathaus Hellersdorf: Alice-Salomon-Platz 3, 12627 Berlin angekündigt: Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic und Ansprechperson des Landes Berlin zu Antiziganismus Alina Voinea
    11 Uhr | Rathaus Tiergarten: Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin
  • angekündigt: Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger
    12:30 Uhr | Rathaus Lichtenberg: Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin
  • angekündigt: Bezirksbürgermeister Martin Schaefer, die Stadträtinnen Camila Schuler und Sandy Mattes, Mitarbeiter*innen des Bezirksamts sowie Mitglieder der BVV
    13 Uhr | Rathaus Neukölln: Karl-Marx-Straße 83, 12043 Berlin
  • angekündigt: Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Prof. Dr. Huseyin Kyuchukov (Professor für Linguistik und interkulturelle Bildung an der Schlesischen Universität in Katowice, Polen und Direktor des Roma-Forschungszentrums derselben Universität) und Ansprechperson des Landes Berlin zu Antiziganismus Alina Voinea
    16 Uhr | Rathaus Steglitz: Kirchstraße 1-3, 14163 Berlin
  • angekündigt: Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg

Außerdem laden verschiedene Berliner Romani Selbstorganisationen und weitere Institutionen am 8. April 2026 zu Aktionen und Veranstaltungen ein:
Tag des offenen Mahnmals – Führungen des Roma Informations Centrums am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas | 8. April 2026 | Stündliche Workshops: 10:00 bis 14:00 Uhr | Ausstellung: 14:00 bis 17:00 Uhr | Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas, Berlin (Simsonweg – 10557 Berlin) | mehr Infos unter: www.instagram.com/roma_info_centrum
ROMADAY-Parade|Romatriale.V.|
Start um 15 Uhr am Denkmal für die ermordeten Sinti* und Roma* Europas; 15 – 17:30 Uhr Demolauf zur Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz | Mehr Infos unter: https://romaday.info/
Opre Rom:nja! Opre Sinti:zze! | Amaro Drom e.V., Amaro Foro e.V., Das Kombinat e.V., RomaniPhen e.V. | 8. April 2026, 18:00 Uhr | Film, Performance, Konzert, Party, Get-Together | Grüner Salon in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (Linienstraße 227, 10178 Berlin) | www.volksbuehne.berlin/de/repertoire/opre-romnja-opre-sintizze?id=17583
Eröffnung der Ausstellung „Yesterday is Tomorrow“ | European Roma Institute for Arts and Culture | 8. April 2026, 18:00 Uhr | mit Werken von Aliz Farkas (HU), Roland Farkas (NL), Rašid Nikolić (IT) und Roxy Toledo Munrose (UK) | ERIAC Art Space (Reinhardtstraße 41-43, 10117 Berlin) | eriac.org/yesterday-is-tomorrow-spring-salon-at-eriac/ (eriac.org/yesterday-is-tomorrow-spring-salon-at-eriac/)

Zum Internationalen Tag der Romn*ja am 8. April:
Das Datum geht auf den ersten Welt-Roma-Kongress zurück, der vor 55 Jahren, am 8. April 1971, in der Nähe von London stattfand und Vertreter*innen aus verschiedenen Ländern zusammenbrachte. Trotz der Erfolge der sinti und romani Bürgerrechtsbewegung werden Rom*nja und Sinti*zze bis heute noch in nahezu allen Lebensbereichen diskriminiert und ausgegrenzt.